Startseite | Koch | Küchenlexikon | Hundefutter selber machen: Welche Lebensmittel sollte man benutzen?

Hundefutter selber machen: Welche Lebensmittel sollte man benutzen?

Natürlich will man die Liebsten verwöhnen und gönnt ihnen nur das Beste. Das gilt auch für die Vierbeiner. Hier finden Sie Hinweise und Tipps, wie Sie Hunde- und Katzenfutter selbst herstellen.

Hundefutter selbst herstellen: Was wird benötigt?

  • Die gleichen Utensilien wie beim Kochen für Menschen, ergo Topf, Pfanne, etc.

 

Hundefutter selbst herstellen: So wirds gemacht!

1
Also: Tiernahrung selber kaufen oder selber machen?
Klar sollen auch die Vierbeiner sich gesund ernähren damit sie uns möglichst lange Zeit vital zur Seite stehen. Nicht nur für Tiere mit Allergien bietet sich selber machen an. In vielen Hundefuttersorten sind sogar Zusatzstoffe enthalten, die Krebs verursachen können und eigentlich verboten sind. Um künstliche Konservierungsstoffe oder chemische Zusätze gänzlich auszuschließen kann man fast nur selber kochen.

2
Beim selber Zubereiten sollte man auf eine gesunde Mischung aus Fleisch, Gemüse und Kohlenhydraten. achten. Der Hund ist ein Karnivore das heißt ein Beutefresser, deshalb sollte er nicht rein vegetarisch ernährt werden. Das heißt für Hunde, denen nicht speziell vom Tierarzt etwas anderes empfohlen wurde: ca. 50 % des Hundefutters Fleisch wie Rind, Wild oder Huhn. Vorsicht jedoch bei Huhn wegen der kleinen Knochen, an denen die Vierbeiner ersticken können. Achten Sie auch auf gute Qualität und artgerechte Haltung der Tiere, die Sie zur Nahrungszubereitung kaufen.
Billiges Supermarktfleisch sollte auch bei Ihrem tierischen Gefährten ein Tabu sein.
Ansonsten sollte die Mahlzeit aus Kohlenhydraten und Gemüse bestehen.

3
Gute Lieferanten für Kohlenhydrate sind Kartoffeln (siehe aber hierzu Tipps weiter unten), Nudeln oder Reis. Verwenden Sie keine Nudeln oder Kohlenhydrate aus Mais, Weizen oder Soja, da diese Getreidesorten von einem Hund nicht gut verdaut werden können. Beim Reis auch immer auf genug Flüssigkeit achten. Wenn Ihr Tier wenig trinkt mengen Sie umso mehr Wasser ins Futter, da zu viel trockener Reis den Magen austrocknet.

4
Gemüsearten, die Sie bedenkenlos füttern können sind z.B. Kartoffeln, Karotten, Spinat, Kohl und sogar Hülsenfrüchte wie Bohnen, Erbsen, allerdings wirklich nur in Maßen, da sie unter Umständen starke Krämpfe und Blähungen auslösen. Außerdem können sie hin und wieder Quark, Hüttenkäse oder ein wenig Sahne beigeben.

5
Was darf man guten Gewissens füttern?
  • Äpfel: Sind gesund und enthalten Vitamin C, Kalium, Eisen etc. Bei leichten Darmerkrankungen wie Durchfall hilft ein geriebener Apfel. Etwas an der Luft stehen lassen bis die Apfelmasse leicht bräunlich wird. wird, dann füttern.
  • Himbeeren: Himbeeren haben verfügen über einen hohen Vitamingehalt und dürfen in Maßen gegeben werden.
  • Dinkel: Dinkel ist eiweißreich und hat viele Vitamine und Mineralstoffe, vor allem Eisen und Magnesium, es wird gut vertragen.
  • Hühnerei: Das Biotin im rohen Ei verbessert das Fell, sollte allerdings auch nur in Maßen gefüttert werden.
  • Kiwi: Etwas Kiwi ist für den Hund gesund, aber bei Katzen wirkt Kiwi rauschhaft und kann zu Erbrechen führen.
  • Käse darf Hunden in kleinen Mengen gegeben werden, er beeinträchtigt nicht den Geruchssinn wie oft vermutet.
  • Lachs ist gesund und vitaminreich für die Tiere.
  • Kürbis und Zucchini: Kürbisgewächse (zu denen auch die Zucchini zählt) sind sehr gesund, sollten aber auch zerkleinert und leicht gedünstet gegeben werden.
6
Weniger Fett belastet ihren Liebling weniger, das ist wie beim Menschen. Also geben Sie nur geringe Mengen Fett hinzu, z.B. einen kleinen Schuss gesundes Distelöl oder Lachsöl. So ersparen Sie ihm Herzprobleme und Fettleibigkeit.

7
Wenn Sie Hundefutter selbst herstellen: Bei Gelegenheit fragen Sie zusätzlich ihren Tierarzt um Rat, denn die Menge des Hundefutters hängt von der Größe, der Rasse, des Alters und von der Aktivität des Hundes ab. Manche, z.B. ältere Hunde benötigen zusätzlich zugesetzte Mineralien und Vitamine.

8
Was sollte Ihr Hund NICHT bekommen?
  • Rohes Schweinefleisch enthält das Aujetzki-Virus (Herpesvirus), welches bei Übertragung sowohl für Hunde als auch für Katzen zum Erstickungstod binnen 72 Stunden führen kann.
  • Schokolade: Kann für Hunde tödlich sein!
  • Scharfe und intensive Gewürze: Chili, Curry, Pfeffer, etc. sollten tabu sein
  • Hülsenfrüchte: Erbsen, Bohnen und auch weich gekochte Linsen können Krämpfe und Blähungen auslösen.
  • Luzerne: Für Hunde giftig, kann Fruchtbarkeits- und Wachstumsstörungen sowie Hautentzündungen verursachen.
  • Zwiebeln, Knoblauch, Lauch und andere Zwiebelgewächse: Können zu lebensbedrohender Anämie führen. In kanadischen Versuchen mit Knoblauch veränderten sich die Blutwerte eines Hundes problematisch und wurden erst nach Wochen wieder stabil, vor allem bei kleinen Tieren Vorsicht, denn Sie überschreiten schnell eine gesunde Menge!
  • Avocado:Für Menschen super, aber das enthaltene das Gift Persin, was für Menschen ungefährlich ist kann für Tiere tödlich sein.
  • unreife Kartoffeln und reife wie unreife Tomaten, Paprika, Aubergine, Peperoni etc.: Vorsicht vor allem bei noch unreifen Nachtschattengewächsen, diese enthalten hohe Mengen des für Hunde giftigen Solanins. Beim Kochen des reifen Gemüses geht das Solanin zum großen Teil ins Kochwasser über, so dass gekochte Kartoffeln hin und wieder verfüttert werden können. Von allen anderen Nachtschattengewächsen, vor allem Tomaten und Paprika sollte abgesehen werden, auch in gekochter Form.
  • Brennnesseln: Das enthaltene Nesselgift und Histamin kann zu das zu Allergien führen.
  • Unreifes Obst, Obstkerne und -steine: Die enthaltene Blausäure kann Krankheiten verursachen.
  • Weintrauben und Rosinen: Sind für die Vierbeiner gefährlich bis lebensbedrohlich. Warum ist unbekannt, aber möglicherweise sind es enthaltene Belastungen durch Pestizide, Schwermetalle oder Pilzmittel, die den Organismus von Tieren vergiften.

  Zeitaufwand: 30 Minuten Schwierigkeitsgrad:  
VN:F [1.9.22_1171]
Rating: 0.0/5 (0 votes cast)

Eine Meinung

  1. Hallo, wußtet Ihr, das die meiste Tiernahrung nur 8% Fleisch enthält?! Ich habe sehr lange gesucht und habe nur eine Firma aus Bayern entdeckt, dessen Futter 80% enthält. Seitdem verhält sich meine Liebling merkwürdig zufrieden und glücklich. Schau doch mal bei vude unter biotiernahrung nach, da kann man das Futter selber bestellen, LG Martina

    VA:F [1.9.22_1171]
    Rating: 0.0/5 (0 votes cast)
Nach oben Scrollen